
Nachschlagewerk - aber auf keinen Fall mehr - Auch ich bin der Meinung, dass der Dubbel seinem Ruf nicht gerecht wird. Ich habe ihn während meines gesamten Studiums nie benutzt, weil er in keinem Teil tief genug in die Materie geht, um damit wirklich arbeiten oder lernen zu können. Dann muss man in jedem Fall auf ein entsprechendes Fachbuch zurückgreifen. Es steht alles drin, aber nur sehr verkürzt und oberflächlich dargestellt... ist verständlich, sonst könnte man das Buch sicherlich nicht mehr tragen. Als Nachschlagewerk würde ich den Dubbel als durchaus geeignet ansehen. Wer aber eine wirkliche Arbeitshilfe oder gar ein Lehrbuch erwartet, wird enttäuscht werden.
Auf der Höhe der Zeit - Als einer, der den Dubbel seit Jahrzehnten kennt, bin ich begeistert, wie er mit der technischen Entwicklung mitgeht. Er kann zwar nur relativ knapp die einzelnen Bereiche des Maschinenbaus abdecken, für Praktiker die nach Lösungen für Aufgabenstellungen suchen kann er eine hilfreiche Darstellung sein, wo man seine Untersuchungen ansetzen sollte.Daß nun auch solche Bereiche wie Schienenfahrzeuge und Luftfahrt aufgenommen wurden, mag für den Studenten nützlich sein. Dem Praktiker auf diesen Gebieten wird nichts Neues vermittelt werden.
Vorsicht ab der 20. Ausgabe !!! - Wer viel Wert aud den Mathematik Kapitel liegt, darf nicht die 20. und 21. Ausgabe bestellen! Ich habe noch nicht die 22.Ausg. geblättert aber in der 20. und 21. Ausgabe ist der erste Kapitel (Mathematik) komplett ausgeschnitten worden. Nur ein paar komplexe Themen der hohen Mathematik werden erwänt. Der Rest, die ganze Grundlagen die man oft vergisst sind verschwunden und wer die haben will muss ein anderes Buch der Springer Verlages kaufen (!). Ich bin auf der Suche der 19. Ausgabe, meine Meinung nach die letzte akzeptabel Ausgabe.
Super zum Auffrischen von Maschbau-Wissen - Super zum Auffrischen von Maschbau-Wissen. Als Frau muss man besonders gut sein, in der Regel besser vorbereitet sein als männliche Kollegen, um ein Praktikum zu bestehen. Den Stoff muss man nicht nur verstehen, sondern abrufbereit im Kopf haben. Und dafür ist es genau richtig. Ob man es daraus zum ersten Mal lernt wage ich zu bezweifeln, da empfehle ich lieber eine gute Maschbau-Übung an der Uni und Klausuren zum Vertiefen aus der Fachschaft. Den Begriff Taschenbuch darf man nicht wörtlich nehmen. Fast 2000 Seiten ist alles nur nicht ein Taschenbuch.Ingesamt: Der Tipp für Maschbauler zum Auffrischen
Ein Buch wie eine Datenbank - Der Dubbel ist für Leute brauchbar, die sich zwischen den kategorisierten, vielen, vielen Seiten besser zurechtfinden als in ihrem eigenen Gehirn. Es ist schwer möglich, aus dem Dubbel Dinge neu zu lernen, aber nach einem abgeschlossenen Maschinenbaustudium HTL-Ausbildung läßt sich viel wieder aktivieren und auffrischen, was man nur noch durch Passivwissen gespeichert hat. Und zu genau diesem Zweck ein Spitzenbuch!Ansonsten finde ich die historische Bezeichnung Taschenbuch eher amüsant (>2000 Seiten), aber was solls, maschinenbauliches Wissen ist eben höchst interdisziplinär verteilt und der Umfang ist von da her sicher gerechtfertigt.Es gibt kein (einzelnes!) Buch, mit dem man in der maschinenbaulichen Praxis größere Sprünge machen kann - vorausgesetzt, man kennt sich überall prinzipiell aus und sucht nach Detailinfos.